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Freisprechungsfeier am 30. Januar 2026 in der Schiffergesellschaft
Am 30. Januar 2026 hieß es in der historischen Schiffergesellschaft zu Lübeck „Leinen los für einen neuen Lebensabschnitt“. In der großen Halle, unter den von der Decke schwebenden Schiffsmodellen und dem imposanten Kronleuchter mit echten Kerzen, feierten die Bootsbauerinnen und Bootsbauer der Fachrichtungen Neu-, Aus- und Umbau und Technik ihre Freisprechung.
Rund 150 Gäste waren der Einladung gefolgt: Auszubildende, Lehrkräfte, Mitglieder des Gesellenprüfungsausschusses, Vertreter der Innung und des VMWD, unser Obermeister sowie zahlreiche Familienangehörige und Freunde. Gemeinsam verliehen sie diesem besonderen Meilenstein einen würdigen und zugleich festlich maritimen Rahmen.
Punkt 18 Uhr eröffnete der Obermeister der Landesinnung für das Boots- und Schiffbauer-Handwerk Schleswig-Holstein, Herr Jürgen Klemens, den Abend. Mit herzlichen Worten begrüßte er die Anwesenden und würdigte Engagement, Durchhaltevermögen und handwerkliches Können der angehenden Gesellinnen und Gesellen. Es folgten die Grußworte des Schulleiters der Berufsschule der Handwerkskammer Lübeck, Herrn Blau, der die Leistungen des Jahrgangs ebenfalls anerkennend hervorhob.
Im Anschluss überreichte der Vorsitzende des Gesellenprüfungsausschusses, Herr Michael Krämer, mit seinen Kollegen aus dem Ausschuss die Gesellenbriefe. Parallel dazu händigten die Klassenlehrer der vier Bootsbauerklassen die Schulabschlusszeugnisse aus. Ein Moment sichtbarer Erleichterung und berechtigten Stolzes.
Ein besonderer Höhepunkt des Abends war die Ehrung der Prüfungsbesten in Fachrichtungen Neu-, Aus- und Umbau (F. Gattinger von der Steinlechner Bootswerft GmbH) und Technik (P. Brößke von der Yacht-& Bootswerft Stapelfeldt und F. Carzavec von der Yachttechnik Eisler UG), die ausgezeichnet wurden und wertvolle Präsente, in Form von Werkzeugen, erhielten.
Mit der offiziellen Freisprechung durch den Obermeister wurden die ehemaligen Auszubildenden schließlich in den Gesellenstand erhoben, ganz traditionell mit einem „Mövenshit“, ein Korn mir einem Stück Leberwurst, Gurke und ein Klecks Senf. Ein Ritual mit Augenzwinkern, das dennoch einen bewegenden Kern hat, denn es verbindet Generationen von Handwerkerinnen und Handwerkern und macht deutlich, dass nun ein neuer Abschnitt beginnt.
Im weiteren Verlauf verabschiedete die Schule den Jahrgang feierlich. Die beste Schülerin und Schüler wurde besonders geehrt. Persönliche Worte der Lehrkräfte sowie Beiträge aus der Schülerschaft verliehen dem offiziellen Teil eine sehr persönliche Note.
Im Anschluss wurde gemeinsam gespeist. Es gab Labskaus, ein norddeutscher Klassiker und fester Bestandteil jeder Freisprechungsfeier. In geselliger Runde wurde angestoßen, gelacht und zurückgeblickt. Man spürte die Verbundenheit mit dem Handwerk, seiner Tradition und seiner Zukunft gleichermaßen.
Es war ein rundum gelungener, stimmungsvoller Abend, der allen Beteiligten lange in Erinnerung bleiben wird. Wir gratulieren unseren frischgebackenen Gesellinnen und Gesellen herzlich und wünschen ihnen für ihren weiteren beruflichen und persönlichen Weg viel Erfolg, Freude und stets eine Handbreit Wasser unter dem Kiel.
